Wirtschafts- und Finanzpolitik für mehr Beschäftigung

29.08.2006: Christine Scheel war in Schwerin und Wismar

  
 

Christine Scheel (links) im Gespräch mit VertreterInnen des HolzClusterNord

Die finanzpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Christine Scheel MdB und die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Schwerin hatten Verbände und Unternehmen aus der Region eingeladen, diese aktuellen Fragen zu diskutieren.

Klaus-Michael Rothe, der Hauptgeschäftsführer der IHK Schwerin, stellte die Vorstellungen und Forderungen der Unternehmen zur Unternehmenssteuerreform vor. Neben wettbewerbsfähigen Steuersätzen solle die Unternehmensnachfolge erbschaftssteuerlich entlastet werden, kleine und mittlere Unternehmen müssten vor höheren Belastungen geschützt und Kapitaleinkünfte sollten zukünftig mit einer attraktiven Abgeltungssteuer belegt werden.

Christine Scheel MdB erläuterte die grünen Eckpunkte (siehe unten) und stellte heraus, dass die Unternehmenssteuerreform keine zusätzlichen Steuerausfälle mit sich bringen darf, dass verbietet sich schon wegen der von der großen Koalition beschlossenen höheren Belastung der Bürger bei Umsatzsteuer, Pendlerpauschale und Rente.

Kontrovers diskutiert wurde auch die Förder- und Ansiedlungspolitik in Mecklenburg-Vorpommern. Während der Unternehmerverband sich für eine Absenkung der Ansiedlungsförderquoten zugunsten einer breiteren Vergabe zinsbegünstigter Kredite aussprach, kam von betroffenen Unternehmen Widerspruch.

Im Anschluss besuchte Christine Scheel MdB Klausner Nordic Timber in Wismar, ein Unternehmen der Holzindustrie und gleichzeitig ein Beispiel für eine geglückte Ansiedlung in Mecklenburg-Vorpommern. Im Umfeld des Pionierunternehmens ist mittlerweile ein ganzes Holz-Cluster mit über 1.250 Beschäftigten entstanden.

Den Abschluss bildete ein Fachgespräch mit Vertretern des HolzClusterNord, eines Forschungsverbundes mit dem Schwerpunkt nachhaltige Waldwirtschaft. Klar wurde, dass die Holzwirtschaft großes Interesse an einer langfristigen Sicherung ihres Rohstoffes hat. Sie fordert von der Politik, Wiederaufforstungen zu erleichtern.

Zugehörige Dateien:
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