Grüne finanzieren Kinderbetreuung ohne bei den Kindern zu kürzen
Zur Debatte um die Finanzierung besserer Betreuungsangebote für Kinder erklären Ekin Deligöz, kinder- und familienpolitische Sprecherin, und Christine Scheel, finanzpolitische Sprecherin:
Für mehr und bessere Kinderbetreuungsangebote brauchen wir mehr Geld. Wir sind die Einzigen mit einem durchgerechneten Vorschlag zur Finanzierung der Kinderbetreuung, der nicht bei den Kindern kürzt. Die SPD will beim Kindergeld sparen und die Familienministerin, Ursula von der Leyen, erspart sich die lästigen Details der Finanzierung bisher völlig.
Unser Vorschlag stellt Kinder in den Mittelpunkt. Wir wollen, dass alle Eltern frei entscheiden können, wie sie die Betreuung ihrer Kinder organisieren. Dafür fordern wir einen flächendeckenden Ausbau und eine qualitative Verbesserung vorhandener Kinderbetreuungsangebote, besonders für die U3. Wir fordern, dass die gewaltigen Steuervorteile der Ehe gedeckelt werden, denn diese fördern vor allem die Alleinverdiener-Ehe. Unser Modell erbringt Steuermehreinnahmen von bis zu 5 Milliarden Euro für bessere Kinderbetreuungsangebote.
Wir begrüßen die von der SPD aufgegriffene Forderung nach einem Betreuungsrechtsanspruch für Kinder ab einem Jahr. Wir haben dieses Ziel schon längst formuliert und als Initiative in den Deutschen Bundestag eingebracht.
Beide Koalitionsparteien können nach wie vor nicht sagen, wie sie Bundesmittel für den Ausbau an die Kommunen leiten wollen. Auch an diesem entscheidenden Punkt können sie von den Grünen lernen. Mit unserer Modell-Kinderbetreuungskarte kann der Bund verfassungskonform und zielgenau die Inanspruchnahme von Kinderbetreuung mitfinanzieren.





