Schlupflöcher in Zins-Steuer-Richtlinie unverzüglich schließen

Zu dem Vorhaben von EU-Steuerkommissar Laszio Kovacz, bestehende Schlupflöcher bei Kapitalerträgen im Rahmen der Zins-Steuer-Richtlinie schließen zu wollen, erklärt Christine Scheel, finanzpolitische Sprecherin:

In der gegenwärtigen Ausgestaltung ist die Zins-Steuer-Richtlinie ein zahnloser Tiger. Bereits bei der Verabschiedung der Zins-Steuer-Richtlinie wurde von uns scharfe Kritik an den Ausnahmen und Umgehungsmöglichkeiten bei der Besteuerung von Kapitalerträgen geübt.

Wir begrüßen es, dass jetzt seitens der europäischen Kommission erste Änderungen vorgeschlagen werden, um wesentliche Ausnahmen und Umgehungsmöglichkeiten der Besteuerung von Kapitalerträgen zu schließen.

In der Europäischen Union benötigen wir einheitliche Abgeltungssteuersätze für Kapitalerträge, um der Steuerflucht einen wirksamen Riegel vorzuschieben. Der Europäische Binnenmarkt benötigt bei freiem Kapitalverkehr harmonisierte Kapitalmarktbedingungen.

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