Kein Block 6 für das Kraftwerk Staudinger

"Alle reden übers Klima und Eon fällt nichts besseres ein, als das Kohlekraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg um einen weiteren Block zu ergänzen" empört sich die GRÜNE Bundestagsabgeordnete Christine Scheel.

Sollte der Block 6 gebaut und ans Netz gehen, werde, entgegen den Aussagen des Betreibers, die CO2 Belastung nicht zurück gehen, sondern steigen. "Energiegewinnung wie im vergangenen Jahrhundert lehnen wir GRÜNEN ab", so der grüne Landtagsabgeordnete Thomas Mütze, "und dies gilt für Steinkohle- ebenso wie für Atomkraftwerke".

Neben massiver Energieeinsparung führen nach Ansicht der beiden Abgeordneten Energiegewinnung aus regenerativen Energien wie Sonne, Wind, Biomasse und Erdwärme zu weniger CO2 Belastung der Atmosphäre und Abhängigkeiten von Lieferanten.

Nach Ansicht von Christine Scheel und Thomas Mütze sprechen gegen ein Kohlekraftwerk in Großkrotzenburg, dass die Region bereits lufthygienisch stark belastet ist (Flugverkehr, Autobahnen, bestehendes Kraftwerk). Auch solle der neue Block in Volllast gefahren werden und nicht wie bisher die Blöcke 1-3 in Teillast was zu einem höheren CO2 Ausstoß führen werde.

Ein weiterer Grund für ihre Ablehnung des neuen Blockes ist für Christine Scheel, dass mit bis zu 80% südafrikanischer Steinkohle gefeuert werden soll. Diese Steinkohle weise eine höhere radioaktive Belastung auf als heimische und werde teilweise in Südafrika unter menschenverachtenden Bedingungen abgebaut. Durch einen Bau des Blockes 6 würde eine jahrzehntelange Abhängigkeit zu den Lieferanten (Südafrika, China) festgeschrieben

Selbst der neue Block verwandle nur knapp 50% der eingesetzten Energie in Elektrizität, die übrigen mehr als 50% aber würden die Atmosphäre und den Main aufheizen.

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