BayernLB: CSU-Finanzkompetenz wird endgültig abgeschrieben

21.12.2009: Das Drama um die BayernLB geht weiter. Mittendrin: Die CSU und ihre angebliche Finanzkompetenz.

Anfang letzter Woche hat sich die BayernLB mit weiteren 3,7 Milliarden Euro Verlusten aus der Hypo Group Alpe Adria herausgekauft. Damit geht ein verlustreiches Engagement in Österreich zu Ende. Der Chef der BayernLB ist bereits zurückgetreten. Jetzt muss nicht nur die Suche nach einer neuen Führung der BayernLB beginnen, sondern auch die Feststellung der politischen Verantwortung für den Größenwahnsinn der Landesbank erfolgen.

Ganz vorne ist da die CSU zu nennen. Die Partei, die sich gerne die Wirtschafts- und Finanzkompetenz im Lande zuspricht, wollte die BayernLB zu einem führenden Institut in Europa ausbauen. Dabei ging es nur um Expansion, egal wie waghalsig das Engagement sein mag. Anders kann man es nicht erklären, dass in der CSU die Beteiligung an der Hypo Group Alpe Adria trotz massiver Einwände vorangetrieben wurde: Ein Institut, das in Yachten investierte, von denen keiner mehr weiß wo sie sind und Kredite an Personen vergeben wurden, die nicht mehr aufzufinden sind.

Expansion mit bayerischen Steuerzahlergeldern nach Süd- und Osteuropa, statt die eigene Wirtschaft zu fördern: Das ist der berüchtigte wirtschafts- und finanzpolitische Sachverstand des sinkenden Schiffs CSU.

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