Unterfränkische Grüne stellen sich neu auf

20.06.2010: Bei der Bezirksversammlung in Würzburg beschlossen die Grünen wichtige Satzungsänderungen. So wird es neben einem vergrößerten Vorstand künftig auch ein Bezirkspräsidium geben.

"Ziel der beschlossenen Reformen ist es die einzelnen Kreisverbände zukünftig noch stärker zu verzahnen und gemeinsame Aktivitäten und Kampagnen leichter möglich zu machen", so der Bezirksvorsitzende Martin Heilig (Würzburg). Und die weibliche Seite der Bezirksdoppelspitze, Ayfer Fuchs (Schweinfurt) ergänzt: "Wir sind einfach keine fünf Prozent Partei mehr. Wir haben zuletzt stark zugelegt und werden das weiter tun. Somit müssen wir uns auch strukturell und organisatorisch dementsprechend aufstellen."

Schon seit Beginn des Jahres tagte ein sogenanntes "Zukunftsteam" um die Richtung und Ziel des Reformprozesses herauszuarbeiten. Unterstützt wurden die unterfränkischen Grünen dabei vom Landesvorsitzenden Dieter Janecek und dem Unternehmensberater Detlef Däke. Ziele in den drei Bereichen Strategie, Professionalisierung und Zusammenarbeit wurden entwickelt und werden nun nach und nach spezifiziert und in die Realität umgesetzt, so der Plan des grünen Bezirksvorstandes. "Wir haben den internen Reformprozess mit den heutigen Beschlüssen sicher noch nicht abgeschlossen, aber wir sind einen wichtigen Schritt weiter gekommen. Man merkt, dass die unterfränkischen Grünen an einem Strang ziehen und unsere Dynamik, unsere Ideen und unser Potentiale noch lange nicht ausgeschöpft sind", so Heilig.

Die unterfränkischen Grünen sehen sich im Aufwind: Bundesweite wird der Partei ein Wahlergebnis von 17% prognostiziert, viele unterfränkische Kreisverbände verzeichnen neue Parteimitglieder und insbesondere ein gestiegenes Interesse an Grüner Politik bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Außerdem wurde der Aschaffenburger Thomas Mütze vergangene Woche zum Nachfolger von Sepp Daxenberger als Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bayerischen Landtag gewählt. Sichtlich erfreut zeigte sich darüber auch die Landtagsabgeordnete Simone Tolle (Arnstein): "Dass wir mit Thomas Mütze jetzt einen Unterfranken als grünen Fraktionsvorsitzenden haben, stärkt uns deutlich. Sicher wird es damit auch leichter unterfränkische Themen und Anliegen nach München zu tragen."

In der Aussprache über die Bundespolitik kritisierte die Aschaffenburger Bundestagsabgeordnete Christine Scheel das Sparpakete der Bundesregierung heftig. "Das ist ein Schwerer schlag gegen die Soziale Gerechtigkeit. Warum die Regierung ausschließlich bei denen sparen will die an der Krise völlig schuldlos sind, verstehen nicht einmal ihre eigenen Abgeordneten", so Scheel.

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