Atomkraft? Ich bin doch nicht blöd!

30.04.2010: Das vergangene Wochenende war durch die Menschenkette mit vielen Tausend Teilnehmern und den Demonstrationen und Aktionen in Biblis und Ahaus ein weiterer Meilenstein der Anti-Atom-Bewegung. Schwarz-Gelb will der angeblichen "Brückentechnologie" Atomkraft eine Bestandsgarantie geben. Die Folgen sind dramatisch.

Das vergangene Wochenende war durch die Menschenkette mit vielen Tausend Teilnehmern und den Demonstrationen und Aktionen in Biblis und Ahaus ein weiterer Meilenstein der Anti-Atom-Bewegung.

Schwarz-Gelb will aus dem unter Rot-Grün verhandelten Atomausstieg aussteigen und der angeblichen "Brückentechnologie" Atomkraft eine Bestandsgarantie geben. Die Folgen sind dramatisch. Nach wie vor gibt es bis heute kein sicheres Endlager für Atommüll. Im Gegenteil: Die Bundesregierung hält am unsicheren und ungeeigneten Endlagerstandort Gorleben fest, anstatt bundesweit nach einem geeigneten Endlager zu suchen. Doppelte Laufzeit heißt doppelte Menge Atommüll. Die Störanfälligkeit nimmt zu, weiterhin sind die Meiler nicht für Ernstfälle wie Flugzeugabstürze gesichert. Das Chaos-AKW Krümmel und der verantwortungslose Umgang der Energiekonzerne hat einmal mehr gezeigt, dass es zu einem Ausstieg keine Alternative gibt.

Die gefährlichen AKWs passen nicht zu einem zukunftsfähigen Strommix mit viel Wind und Sonne. Außerdem behindern längere Laufzeiten für AKWs Investitionen in erneuerbare Energie und damit in Klimaschutz und Zukunftsjobs. Die radikalen Kürzungen von Schwarz-Gelb in der Photovoltaikbranche treiben schon die ersten Firmen ins Ausland. Dabei ist die Förderung der Solarenergie in Deutschland wirtschafts- und arbeitsmarktpolitisch eine sehr große Erfolgsgeschichte. Vor zehn Jahren wurden gerade einmal 14 Megawatt Solarmodule in Deutschland installiert, im Jahr 2009 waren es rund 3.000 Megawatt. Im gleichen Zeitraum entstanden allein in Deutschland über 60.000 Arbeitsplätze, zum Beispiel in Solarfabriken und im Handwerk.

Bis zu 60 Jahre sollen die Meiler laufen. Die Folgen: Die Atomrisiken steigen, der Atommüllberg wächst und der Ausbau der Erneuerbaren wird ausgebremst. Die Aktionen am vergangenen Wochenende waren deutlich: Atomenergie ist von gestern und gesellschaftlich unerwünscht.

Mehr Informationen und ein Video zur Menschenkette findet man hier: www.gruene-bundestag.de/cms/atomausstieg/dok/336/336644.atomkraft_ich_bin_doch_nicht_bloed.html

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