Freie Wahl des Bundespräsidenten

29.06.2010: Die Bundesversammlung tritt allein zum Zweck der Wahl des Bundespräsidenten zusammen. Die Wahl ist frei und darf keinem Fraktionszwang von Parteien unterworfen werden. Soweit die Theorie. In der Realität sieht es diesmal leider anders aus.

Die Bundesversammlung tritt allein zum Zweck der Wahl des Bundespräsidenten zusammen. Die Wahl ist frei und darf keinem Fraktionszwang von Parteien unterworfen werden. Soweit die Theorie. In der Realität ist es leider anders. Bürgerinnen und Bürger haben zu Recht den Anspruch einen Repräsentanten zu bekommen, der weit über die parteipolitischen Lager hinauswirkt und verbindet.

Ich finde, dass die Einflussnahme von Parteistrategen von Union und FDP auf Wahlmänner und Wahlfrauen im Vorfeld der Wahl unwürdig und völlig unangemessen ist.

Union und FDP haben Christian Wulff als Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl vorgeschlagen, der seit seiner Jugend auf eine erfolgreiche parteipolitische Karriere zurückblicken kann.

Dagegen steht mit Joachim Gauck ein parteiloser Kandidat zur Wahl des Bundespräsidenten zur Verfügung, der durch seine persönlichen Lebenserfahrungen geprägt ist. Seine Leidenschaft für Freiheit, Demokratie und Recht einzutreten, hat sehr viel mit seiner Biografie zu tun. Ich meine, sein Beitrag zur Überwindung einer Diktatur mit friedlichen und solidarischen Mitteln ist überzeugend. Seine Meinung, dass die Freiheit sich an das Gemeinwohl binden muss, unterstütze ich. Die Bundespräsidentenwahl ist eine Persönlichkeitswahl. Deswegen sollte parteitaktisches Kalkül bei dieser Wahl unterbleiben.

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