Friedensverantwortung in der Politik
01.10.2009: Vortrag im Rahmen des Kongresses "(evang.) Kirche m(M)acht Frieden" vom 24. - 26. September 2009 in Hesselberg. Eine wirksame Friedenspolitik muss an die Ursachen von Gewalt, Krisen und Konflikten heran gehen und friedliche Lösungen und Auswege für die Beteiligten schaffen.
Warum entstehen Konflikte? Es geht um Zugang zu knappen Ressourcen, zu Wasser, zu Nahrungsmitteln. Bis 2050 werden 200 Millionen Menschen auf der Welt vor den Folgen des Klimawandels flüchten. Die Konsequenzen für die menschliche Sicherheit könnten verheerend sein.
Die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen und der Verteilungskampf um Ressourcen ist deshalb das große Konfliktthema des 21. Jahrhunderts.
Global wird wieder aufgerüstet. Die Weiterverbreitung von Massenvernichtungsmitteln schreitet voran. Kleinwaffen, Minen und Streubomben sind in vielen Ländern zur tödlichen Bedrohung der Zivilbevölkerung geworden.
Friedenspolitik hat viele Dimensionen: Ohne eine gerechte Globalisierung, ohne glaubwürdige Entwicklungs- und Klimaschutzpolitik und ohne Abrüstung und Rüstungskontrolle werden alle gut gemeinten Krisenpräventionsstrategien letztlich scheitern.
Friedenssicherung ist deshalb eine Querschnittaufgabe auch für Entwicklungs-, Wirtschaft-, Umwelt- und Finanzpolitikerinnen. Sicher ist unsere Welt erst dann, wenn jeder Mensch die Chance auf ein menschenwürdiges Leben hat - frei von Not und Furcht. Sicherheit auf dem Globus gibt es letztlich nur für alle gemeinsam.
Den gesamten Vortrag finden Sie hier zum Download.





