Aktienoptionen von Managern begrenzen
Zu Vorschlägen der CDU, die Aktienoptionen von Managern zu beschränken oder sogar zu verbieten, erklärt Christine Scheel, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:
Wir unterstützen die Überlegung, Aktienoptionen für Manager zu begrenzen und sie erst nach einem längeren Zeitraum verfügbar zu machen. So profitieren erfolgreiche Manager von einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes und nicht mehr vom schnellen Geld. Absurde Wirkungen, wie beim ehemaligen Daimler-Chrysler Vorstandvorsitzenden, der von den Kurssteigerungen, die durch seinen eigenen Weggang ausgelöst wurden profitierte, werden zumindest gedämpft.
Aktienoptionen können als variabler Teil mehr als 90 Prozent der Gesamtvergütung eines Top-Managers ausmachen. Diese Realität verzerrt unternehmerisches Handeln von Managern. Denn der eigene finanzielle Vorteil verleitet zu einer kurzfristig angelegten Unternehmensstrategie, um den Kurswert der Aktien nach oben zu treiben. Langfristig und nachhaltig angelegte Unternehmensstrategien, die im internationalen Wettbewerb für Bestandskraft und Zukunftsperspektiven des Unternehmens sorgen, werden so unterlaufen wenn nicht sogar unmöglich.
Daneben muss die steuerliche Abzugsfähigkeit von Managerabfindungen auf eine Million Euro begrenzt werden. Damit wird verhindert, dass die Bürgerinnen und Bürger Phantasieabfindungen von Top-Managern mitfinanzieren müssen. Einen entsprechenden Antrag haben wir bereits in den Bundestag eingebracht (vgl. Drucksache 16/7530 vom 12.12.2007).





