Börsenspekulanten wetten auf längere Laufzeiten von Atomkraftwerken
07.09.2009: Börsenanalysten machen, ohne mit der Wimper zu zucken, Wahlwetten zu Börsenwetten. Sie empfehlen vor dem Wahltag Aktien von Energiekonzernen, die Atomkraftwerke betreiben, zu kaufen.
Sicherheitsfragen spielen für Spekulanten offensichtlich keine Rolle. Weder was unsere Umwelt noch was die Geldanlage betrifft. Unverantwortliche Analysten empfehlen, auf ein völlig offenes Wahlergebnis zu wetten, indem sie auf den verlängerten Einsatz einer hochriskanten Technologie setzen,.
Union und FDP wollen Schrottreaktoren wie Biblis A und B oder Brunsbüttel, die bereits kostenmäßig abgeschrieben sind, mindestens 8 Jahre weiterlaufen lassen. Die verlängerten Laufzeiten der bereits abgeschriebenen AKW sollen nach Plänen der Union und FDP bis zu 40 Mrd. Euro zusätzliche Gewinne abwerfen (Handelsblatt vom 02.09.09). Börsenanalysten gehen offensichtlich davon aus, dass diese zusätzlichen Gewinne zu einem großen Teil von den Energiekonzernen vereinnahmt werden; denn sie wetten auf massive Kurssprünge im Falle eines schwarz-gelben Wahlsieges. Sie treiben auch Kleinanleger mit ihren Empfehlungen in unübersehbare Risiken.
Ich kann vor solchen Anlagestrategien nur warnen. Entscheiden Sie sich für eine ethisch und ökologisch vertretbare Anlage Ihres freien Kapitals. Verwerfen Sie spekulative Geldanlagen in Risikotechnologien. Setzen Sie auf erneuerbare Energien und nachhaltiges Wirtschaften. Spekulation kann zwar im Glücksfall Geld vermehren, aber im konkreten Fall bei einer längeren Nutzung von Atomkraftwerken unsere Lebensgrundlagen zerstören. AKW: Nein Danke!





