Besuch bei der Umweltbank in Nürnberg

15.09.2009: Ausufernde Bürokratie beeinträchtigt Finanzierung von Projekten für Erneuerbare Energien.

  
 

Besuch bei der Umweltbank in Nürnberg vlnr: Horst P. Popp (Umweltbank), Horst Topp (Kreis- und Stadtrat aus Altdorf), Christine Scheel (MdB) und Joachim Dobbert (stv. Landrat, Schnaittach)

Mit Christine Scheel hatten Kreisverband und Ortsverband Altdorf der Grünen eine außergewöhnlich kompetente Partnerin in Finanz- und Wirtschaftsfragen eingeladen. Die Tagestour begann in der Umweltbank Nürnberg, die auch viele Kunden aus dem Landkreis hat. Zwischen dem Gründer und Vorstandsvorsitzenden Horst P. Popp, den Landkreis-Grünen (Joachim Dobbert und Horst Topp) und der Bundestagsabgeordneten entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch über "Eingriffe" der Politik in den Finanzmarkt und über deren Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Christine Scheel leitet seit Beginn der Legislaturperiode den AK I der Bundes-Grünen (Wirtschaft, Finanzen, Arbeit, Soziales, Gesundheit und Pflege), außerdem war sie 7 Jahre lang (während der Rot-Grünen Koalition) Ausschussvorsitzende im Finanzausschuss des Bundestags. Sie hatte (und hat) enorme Einblicke in die Zusammenhänge und auch alle Informationen, die nötig sind, um sich ein Fachurteil zu erlauben. Ein kompetentes Fachurteil ist jedoch mit der Person verbunden, und da hat Christine Scheel häufig Kompetenz bewiesen und auch viel Anerkennung erfahren.

Die Umweltbank ist eines der wenigen Kreditinstitute, die auf Grund ihrer Geschäftspolitik von der Finanzkrise nicht betroffen ist. Umweltinvestitionen, bzw. Finanzierungen bei der Gewinnung von alternativen Energien im Solarbereich, bei Windkraftanlagen, etc. sind bei ihr schon seit langer Zeit Tagesgeschäft. Kritiker dieser nachhaltigen Energiepolitik bedienen sich häufig sehr oberflächlicher Argumente, die leicht zu entkräften sind.

Christine Scheel kam auch auf die Atomkraft zu sprechen, die Endlagerangst bei der Bevölkerung ist enorm gestiegen und darf nicht unterschätzt werden. Die Umstände in Asse und Gorleben werden dazu führen, dass man neue Standorte und auch neue Wege erkunden muss. Da klingt es einfach lächerlich, wenn argumentiert wird, dass Windräder die Landschaft verschandeln oder den Wohnwert mindern. Das Problem liegt darin, dass die Große Koalition in den vergangenen Jahren die Mittel zur Förderung der Forschung bei den alternativen Energien enorm zurück gefahren hat. Es kommt dazu, dass die Banken zurecht klagen, dass die Bearbeitung von Anträgen immer komplizierter und umfangreicher wird. Beklagt wird auch hier ein "exponentielles Wachstum" in der Bürokratie. Was früher mit einem einseitigen Antrag ging, braucht jetzt fast einen ganzen Ordner. Die Fachleute waren sich einig, dass noch viel Arbeit nötig ist, um der Wirtschaft, das Wachstum zu erleichtern.

Mehr Bilder von den Wahlkampftouren von Christine Scheel finden Sie hier.

aktuelle Informationen
AKTUELLES VIDEO
Anti-Piraterie-Abkommen: Warum wir ACTA ablehnen

Das Abkommen erschwert den Zugang zu günstigen Medikamenten und macht Internetzugangsanbieter zu Hilfssheriffs.Kategorie: Themen > Bürgerrechte & Demokratie > Datenschutz[mehr]

Anti-Atom: Fukushima mahnt

Zum Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Japan sind bundesweit zahlreiche Proteste gegen Atomkraft geplant.Kategorie: Themen > Klima & Umwelt > Atomkraft[mehr]

Europa: Bedrohung für Indiens Ärmste

In einem offenen Brief fordern grüne Europaabgeordnete von Handelskommissar de Gucht eine Folgeabschätzung für das geplanten Abkommens zwischen Indien und der EU.Kategorie: Themen > Europa[mehr]