Der Ausstieg aus den Pflichtdiensten
28.06.2010: Den Ausstieg aus den Pflichtdiensten gestalten: Zu diesem Thema hatten Christine Scheel und Thomas Mütze Vertreterinnen und Vertreter der Zivildienststellen aus Stadt und Landkreis Aschaffenburg geladen.
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Fachgespräch: Ausstieg aus den Pflichtdiensten |
"Wir möchte wissen", so Christine Scheel, " wie vor Ort, in den Institutionen, die Zivis eingesetzt werden, die Verantwortlichen über unser grünes Konzept und/oder Alternativen denken."
In einer angeregten Diskussionsrunde wurde deutlich, dass die Verkürzung des Zivildienstes auf sechs Monate schon de facto das Aus für diesen bedeutet. Schon heute verzichten zahlreiche Zivildienststellen am Untermain auf den Einsatz von Zivildienstleistenden. Die Konversion in Freiwilligen Dienste sehen einige Verantwortliche als dringend geboten, gleichzeitig aber skeptisch. Freiwilligendienst müssten attraktiver für die jungen Menschen gestaltet werden und die Kosten, immerhin könnten sich diese verdoppeln, dürfen nicht alleine den Einsatzstellen aufgebürdet werden.
Die Vorschläge von Christine Scheel, die Zeit des freiwilligen Dienstes von mindestens 12 Monaten, sollte auf die Ausbildungszeit oder die Wartezeit auf einen Studienplatz angerechnet werden, fanden breite Zustimmung. Kreativität, da war man sich einig, sei gefragt, um jungen Menschen ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr "schmackhaft" zu machen. "Von einem solchen Dienst profitiert ja nicht nur die Gesellschaft sondern auch der oder die Freiwillige selber. Soziale Kompetenzen werden heute auch bei potenziellen Arbeitgebern immer stärker nachgefragt", so Christine Scheel. "Ein solches Jahr kann durchaus helfen sich über den zukünftigen Berufsweg klarer zu werden."
"Ich sehe die Straßen schon brennen - es ist nicht mehr viel Zeit, um Lösungen dieses dringenden Problems zu finden" äußert sich eine besorgte Heimleiterin. Heute würden 1,2 Mio. Menschen in der Pflege benötigt, 2050 seien dies schon 2,2 Mio. Ohne Freiwillige werde das nicht gehen.
Dem Wunsch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, mit den Grünen zu diesem Thema im Gespräch zu bleiben und diese Diskussion in ein paar Monaten weiter zu führen, kommen Christine Scheel und Thomas Mütze gerne nach.




